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Mit Einfürung der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde das Anforderungsprofil an den Wärmeschutz von Gebäuden deutlich erhöht.
Zentraler Bestandteil der EnEV ist die Senkung des Heizenergiebedarfs
um 30% durch eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle
und effiziente Gebäudetechnik. Die bisherige Förderung
für Neubauten nach dem Niedrigenergiestandard wurde
daher schon eingestellt. Statt dessen werden jetzt Gebäude
mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 Kilowattstunden
pro Quadratmeter und Jahr (Passivhäuser) durch
zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für
Wiederaufbau gefördert. Weitere Zuschüsse
von Bund und Ländern gibt es für den Einsatz
regenerativer Energien aus Sonne, Wind und Erdwärme.
Im Vergleich zu konventionellen Gebäuden
wird der geringe Heizwärmebedarf von Passivhäusern
in erster Linie durch die passive Nutzung der Sonnenenergie
und die Reduzierung der Wärmeverluste durch die
Gebäudehülle realisiert. Erreicht wird dies
durch große Südfenster mit k-Werten (einschl.
Rahmen) von weniger als 0,8 W/(m²K). Alle übrigen
Bauteile der Außenhülle weisen k-Werte kleiner
0,15 W/(m²K) auf. Energieverluste durch Lüftung
werden mit einer Wärmerückgewinnungsanlage
verringert, die mit einer speziellen Lüftungsanlage
gekoppelt ist. Dabei wird die Körperwärme
der Bewohner und die Abwärme von technischen Geräten
geziehlt zum Vorwärmen der frischen Zuluft genutzt.
An sehr kalten Wintertagen erfolgt eine Nacherwärmung
der Zuluft mittels Heizstäben. In den Sommermonaten
schaltet man die Lüftungsanlage ab und lüftet
ganz normal durch die Fenster. Das warme Wasser wird
zum größten Teil durch eine thermische Solaranlage
bereitgestellt. Durch die Kopplung dieser Systeme wird
eine konventionelle Heizungsanlage überflüssig.

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Von großer Bedeutung für die Wärmebilanz
sind die passiven Solargewinne. Deswegen öffnen
große Fensterflächen das Haus nach Süden
und lassen die Sonne tief ins Hausinnere (Ansichten).
Um Verluste durch die Gebäudehülle von
vornherein zu minimieren, muß diese im Verhältnis
zum inneren Volumen so klein wie möglich gehalten
werden. Deshalb ist hier der Baukörper kompakt
und einfach ohne Gauben und Erker. Trotzdem sind
die Räume sehr großzügig und weitläufig
mit viel Kopffreiheit im Dachgeschoss. Praktische Grundrisse
erleichtern eine variable Nutzung der Räume. |

Bei der Konstruktion wurde
insbesondere auf ökologische Belange geachtet.
Sie besteht aus einer massiven Kalksandsteinwand
mit davor angebrachten Holzstegträgern zwischen
denen Zellulose als Wärmedämmung eingeblasen
wird. Von außen schließt eine Putzträgerplatte
mit Dünnputz die Konstruktion ab. Die Dachkonstruktion
besteht ebenfalls aus Stegträgern, die
von innen und außen diffusionsoffen beplankt
sind und ebenfalls mit Zellulose ausgeblasen
werden.

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